Schwimmbadsterben: Andreas Stoch zu Besuch bei Anton Mattmüller in Tauberbischofsheim


Der SPD-Spitzenkandidat Andreas Stoch war zu Besuch bei uns in Tauberbischofsheim. Auf Einladung des Landtagskandidaten Anton Mattmüller, trafen sich die zwei Politiker mit Uwe Spielvogel, dem stellvertretenden Vorsitzenden der DLRG Bezirk Frankenland.

Themen waren das Bädersterben, nicht zuletzt in Tauberbischofsheim selbst und das Sanierungsprogramm der SPD. Zunächst machte der Tauberbischofsheimer SPD-Chef Julian Zwerger Andreas Stoch mit der spezifischen Situation vor Ort vertraut. Anschließend trafen sich die Gesprächspartner für einen Stadtspaziergang auf dem Marktplatz

Spielvogel machte dabei auf die prekäre Situation seit der Schließung des Hallenbads aufmerksam. „Die DLRG Tauberbischofsheim muss sich nach Alternativen umschauen und gegebenenfalls weite Wege zum Beispiel nach Höpfingen oder Höchberg in Kauf nehmen, weil etwa die Schwimmbäder in Külsheim oder Lauda komplett ausgelastet sind“. Das könne langfristig zu weniger Aktiven führen. Aktive, die dringend gebraucht werden, merkte Stoch an. „Schwimmbäder sind nicht nur wichtig für das Freizeitvergnügen, sondern unerlässlich für Schwimmkurse und Rettungsschwimmer-Ausbildungen“. Besonders zynisch gewesen sei daher die Aussage des Ministerpräsidenten. Kretschmann hatte auf die Frage nach Unterstützung für die Schwimmbäder geantwortet, dass er keinen Handlungsbedarf sehe, da er schließlich selbst in der Donau schwimmen gelernt hat.

Mattmüller fügte an: „DLRG steht für Deutsche Lebensrettungsgesellschaft. Man stelle sich nur mal vor, anderen Lebensrettern wie Feuerwehr oder Polizei würden reihenweise die Möglichkeiten zu trainieren wegbrechen.“

Eine weitere wichtige Aufgabe der DLRG ist die Durchführung des Schwimmunterrichts. Auch hier ist die Situation angespannt. Bereits heute findet laut Umfrage des Kultusministeriums an einem Viertel der Grundschulen kein Schwimmunterricht mehr statt – oft, weil kein geeignetes Schwimmbad in der Nähe vorhanden ist. Im hießigen ländlichen Raum dürfte der Anteil noch sehr viel größer sein. Hinzukommen lange Transferzeiten bis zu einer Stunde zwischen Schule und Schwimmbad. „Da bleibt einfach zu wenig Zeit für die Kinder im Wasser“ so Mattmüller.

Die SPD plant daher die Umsetzung eines Bäderprogramms. Dieses soll mindestens 30 Millionen Euro umfassen und den Kommunen bei der Sanierung ihrer Bäder helfen. Angedacht ist eine Zuschussquote von 15-20%, bis zu einer Million Euro pro Schwimmbad. Spielvogel hat hierfür in den nächsten Jahren vor allem das Bad in Wertheim vor Augen, welches bis zur Realisierung des beschlossenen Neubaus in Schuss gehalten werden müsse. „TBB wurde geschlossen, Lauda und Bad Mergentheim wurden gerade saniert. Das Bad in Külsheim ist in einem guten Zustand, aber auch dieser hält nicht ewig.“ Auch das Bad in Weikersheim wird gerade saniert. Dort war Andreas Stoch vor ziemlich genau einem Jahr schon einmal zu Besuch, um sich vor Ort über die anstehende Modernisierung zu informieren.  Abgesehen von den notwendigen Sanierungen spielen auch immer die hohen laufenden Kosten eine Rolle. Für viele Kommunen stellen diese ein großes Problem dar. Hinzukommen aktuell fehlende Einnahmen durch die Pandemie.

Mattmüller versprach, das Thema intensiv weiterzuverfolgen. Dafür sind weitere Termine mit DLRG-Vertretern in Külsheim und Weikersheim geplant.


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